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Warum Hotels in Österreich kaum Mitarbeitende finden

Nicht nur Schweizer Hotels leiden unter dem sogenannten Fachkräftemangel, auch in Österreich herrscht ein akuter Mangel an Mitarbeitenden in Hotels, Restaurants und andern Freizeit- und Tourismusunternehmen. Ein Insider-Blick über die Grenzen.

Rund 33 000 offene Stellen verzeichnet der Stellenmonitor des Österreichischen Wirtschaftsbundes in Hotels, Gaststätten sowie Freizeit- und Tourismusunternehmen. Im Vergleich zum Vormonat Juli ist die Zahl der offenen Stellen zwar um 5,2 Prozent gesunken. Doch das ändert die brisante Lage des Gastgewerbes nicht. «Die Betriebe suchen lange und oft erfolglos nach Mitarbeitern, weil mehr Bedarf da ist, als der Markt hergibt», schreibt die deutsche Fachzeitung AHGZ in einem Hintergrundbericht.

Die AHGZ weiter: «Auch Martin Klein vom Hotel Hochschober auf der Turracher Höhe in Kärnten kennt das, obwohl er viel in mit Mitarbeitergewinnung und -zufriedenheit investiert. Bei allgemein signifikant sinkender Arbeitslosigkeit konkurriert das Gastgewerbe mit anderen Branchen um gutes Personal. Dabei kann es finanziell und was attraktive Arbeitszeiten etc. angeht, oft (noch) nicht mithalten. Zudem sind die früheren (billigen) Arbeitskräfte aus den Ländern östlich von Österreich während der Pandemie in die Heimat zurückgekehrt und dort geblieben. Dennoch liegt der Beschäftigungsstand in Hotels und Restaurants nach dem Abschmelzen in den Coronajahren sogar wieder auf Vorpandemie-Niveau.»

Der derzeitige eklatante Mangel an Arbeitskräften hat nach Einschätzung des Portals gast.at auch damit zu tun, dass die Tourismusbranche nach den harten Pandemiejahren wieder kräftig anzieht. Sorgen bereitet vielen Unternehmern, dass ein Grossteil der Bewerber höchstens 30 Stunden arbeiten möchte. „Vollzeit scheint ein Auslaufmodell zu sein“, konstatiert ein Kenner der Szene. Dazu kommt, dass geburtenstarke Jahrgänge in Rente gehen. Dennoch rechnet der Arbeitsmarktexperte Marius Wilk ab 2023 mit einer Entspannung. Allerdings müsse dafür die Rekrutierung im Ausland intensiviert und das Bedürfnis jüngerer Mitarbeiter nach mehr Work-Life-Balance ernst genommen und entsprechend gehandelt werden. 

Quelle & Copyright: AHGZ, September 2022. Autor: Holger Zwink

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