Die Hotellerie verfügt heute über mehr Daten denn je – doch oft fehlt die Umsetzung. Eine vertiefte Kooperation zwischen der Beratung diavendo und Prof. Dr. Sandra Rochnowski von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin will genau diese Lücke schließen und bringt wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in den betrieblichen Alltag.
Die Herausforderungen im Personalmanagement der Hotellerie sind hinlänglich bekannt – und zugleich komplexer denn je. Fachkräftemangel, steigende Erwartungen der Mitarbeitenden und ein wachsender Wettbewerbsdruck zwingen Unternehmen zum Umdenken. Gleichzeitig mangelt es nicht an Erkenntnissen: Studien, Analysen und Datensätze zur Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität liegen in zunehmender Tiefe vor. Was jedoch häufig fehlt, ist der entscheidende Schritt – die konsequente Umsetzung im operativen Alltag.
Genau an dieser Schnittstelle setzt die erweiterte Zusammenarbeit zwischen der Personalberatung diavendo und Prof. Dr. Sandra Rochnowski an. Die Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Tourismus an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin bringt dabei ihre langjährige Forschung zu zentralen HR-Themen der Hospitality-Industrie ein.
Eine Branche mit Daten – aber ohne Wirkung
Seit Jahren analysiert Prof. Rochnowski umfangreiche Datensätze zur Mitarbeiterzufriedenheit, zur Arbeitgeberattraktivität und zu Leadership-Strukturen in der Hotellerie. Diese Studien werden nicht nur in Deutschland, sondern seit 2025 auch in der Schweiz durchgeführt und liefern eine immer breitere empirische Grundlage. Hotel Inside ist Partner von Prof. Sandra Rochnowski, ihre Schweizer Studie wird denn auch exklusiv über Hotel Inside in der Schweiz lanciert und publiziert.
Besonders bemerkenswert ist dabei eine der aktuell größten Datensammlungen zur Mitarbeiterzufriedenheit im deutschsprachigen Gastgewerbe, die seit der Pandemie kontinuierlich gewachsen ist. Gespeist wird sie unter anderem durch Kooperationen mit namhaften Hotelgruppen.
Doch trotz dieserfundierten Basis bleibt eine zentrale Frage bestehen: Was bedeuten diese Erkenntnisse konkret für den einzelnen Hotelbetrieb?
„Die Branche verfügt inzwischen über eine solide Datenbasis. Doch die zentrale Frage unserer Auftraggeber lautet immer häufiger, was dies konkret für ihr Hotelunternehmen bedeutet“, erklärt Sandra Rochnowski. Die Antwort darauf liegt in der Übersetzung von Analyse in Handlung.
Vom Erkenntnisgewinn zur Umsetzung
Hier kommt diavendo ins Spiel. Die Beratung übernimmt den entscheidenden Transfer von wissenschaftlicher Erkenntnis in konkrete Maßnahmen. Ziel ist es, aus Daten operative Lösungen zu entwickeln, die im Alltag der Betriebe tatsächlich greifen. „Die Zusammenarbeit ermöglicht es nun, diese Erkenntnisse nicht nur zu präsentieren, sondern direkt in Maßnahmen zu überführen“, betont Bernhard Patter, Gründer von diavendo. Der Anspruch ist klar: Wissenschaftliche Ergebnisse sollen nicht im Bericht verbleiben, sondern in Trainings, Workshops und strategische HR-Programme übersetzt werden.
Nach der Analyse folgen deshalb strukturierte Anschlussformate – von maßgeschneiderten Workshops über Führungskräftetrainings bis hin zu langfristigen Entwicklungsprozessen entlang des gesamten HR-Zyklus. Die Kombination aus empirischer Fundierung und operativer Umsetzung soll nachhaltige Veränderungen ermöglichen.
Führung, Kultur und Bindung im Fokus
Im Zentrum dieser Maßnahmen stehen zentrale Hebel der modernen Personalentwicklung: Führungskultur, Mitarbeiterbindung und Organisationsentwicklung. Gerade hier zeigt sich in vielen Betrieben eine Diskrepanz zwischen Wissen und Umsetzung.
Die Kooperation zielt darauf ab, diese Lücke systematisch zu schließen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden so aufbereitet, dass sie für Führungskräfte unmittelbar anwendbar sind – und nicht als abstrakte Theorie verharren.
Digitale Skalierung von Wissen
Ein weiterer Baustein der Zusammenarbeit ist die Integration ausgewählter Inhalte in die digitale Lernplattform diavendo E•Academy. Dort werden zentrale Erkenntnisse in Form von Online-Trainings und Webinaren bereitgestellt, um eine breitere Anwendung innerhalb der Branche zu ermöglichen.
Für Steffen Schock, Mitinhaber von diavendo, ist dieser Ansatz entscheidend: „Gerade in Zeiten hoher Dynamik brauchen Unternehmen Formate, die sowohl fundiert als auch flexibel einsetzbar sind.“ Die Verbindung aus Forschung und digitaler Wissensvermittlung eröffne neue Perspektiven für die Personalentwicklung.
Positionierung an der Schnittstelle
Mit der vertieften Kooperation positionieren sich diavendo und Rochnowski bewusst an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Ihr gemeinsames Ziel geht über die reine Analyse hinaus: Es geht darum, datenbasierte HR-Strategien wirksam in Organisationen zu integrieren.
Die Botschaft ist klar: Die Zeit der Erkenntnis ist vorbei – jetzt geht es um Umsetzung. Für die Hotellerie könnte genau darin der entscheidende Unterschied liegen.
Bildlegende Hauptfoto: Steffen Schock (diavendo), Prof. Dr. Sandra Rochnowski (HWR Berlin) & Bernhard Patter (diavendo). Quelle: diavendo GmbH
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