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10 Jahre hotelcampALPS: Austausch auf Augenhöhe statt Kongressroutine

Im Salzburger Land wurde Anfang Mai ein besonderes Jubiläum gefeiert: Das hotelcampALPS ging in seine zehnte Runde. Was 2015 als mutige Idee des Salzburger Hoteliers und hotelkit-Gründers Marius Donhauser begann, hat sich längst als feste Größe innerhalb der alpinen Hotellerie etabliert. Hotel Inside-Autor Thommy Karl war dabei und berichtet exklusiv über den Jubiläumsevent.

Austragungsort der Jubiläumsausgabe war der Salzburger Hof in Leogang – jener Betrieb, in dem einst auch das erste hotelcampALPS stattfand. „Back to the roots“ lautete dementsprechend das Motto der diesjährigen Veranstaltung. Rund 80 Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz kamen zusammen, um aktuelle Themen der Hospitality-Branche zu diskutieren. Zwei Drittel der Teilnehmer waren Hoteliers oder Führungskräfte aus Hotelbetrieben, lediglich ein Drittel entfiel auf Dienstleister und Technologiepartner. Genau dieses Verhältnis gilt seit Beginn auch als wichtiger Erfolgsfaktor des Formats. 

Thommy Karl mit hotelcampALPS-Team.

Anders als bei klassischen Fachkongressen entstehen die Inhalte bei einem Barcamp erst vor Ort. Die Teilnehmer schlagen die Themen selbst vor, stimmen darüber ab und gestalten anschliessend die Sessions eigenständig. Genau darin liegt eine besondere Dynamik des hotelcampALPS: keine Frontalvorträge, keine Verkaufsbühnen, sondern Diskussionen auf Augenhöhe. Viele Teilnehmer schätzen gerade diese Offenheit, weil hier auch Herausforderungen und Fehler offen angesprochen werden können, ohne dafür seltsame Blicke zu ernten. Zumindest in den meisten Fällen.

Zu den häufig diskutierten Themen der diesjährigen Ausgabe gehörten Künstliche Intelligenz, Social Media, Mitarbeitermanagement, Revenue Management, Technologie sowie Strategien zur Reduzierung der OTA-Abhängigkeit. Auch Fragen rund um den Generationenmix in Hotelteams oder neue digitale Vertriebswege sorgten für intensive Diskussionen. Sessions wie „Quick Wins and Losses KI“, „Führung im Generationenmix“, „Revenue Management 2030“ oder „Fuckups aus dem Hotelbetrieb“ zeigten deutlich, wie praxisnah und ehrlich die Diskussionen tatsächlich geführt wurden. 

Bemerkenswert bleibt die besondere Atmosphäre dieses Barcamps: Viele Teilnehmer reisen seit Jahren regelmässig an und verstehen das hotelcampALPS längst als etablierte Community-Plattform.

Hotel Inside-Redaktor Wolf-Thomas Karl feierte dabei ebenfalls ein kleines Jubiläum: Er ist bis heute der einzige Teilnehmer, der bei allen zehn Ausgaben des hotelcampALPS dabei gewesen ist. Dafür erhielt er vor Ort sogar ein eigens angefertigtes Jubiläums-T-Shirt. Aber auch weiteren Teilnehmern, die öfter dabei gewesen sind, wurde ein persönlicher Dank ausgesprochen. Alpenstaatliche Wertschätzung eben.

Hinter dem Format selbst steht mit hotelkit mittlerweile eines der erfolgreichsten Hotel-Tech-Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Was ursprünglich aus dem Wunsch entstand, die interne Zusammenarbeit im eigenen Hotelbetrieb zu verbessern, entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einer international eingesetzten Kommunikations- und Kollaborationsplattform für die Hotellerie und das Gesundheitswesen. Heute nutzen laut Unternehmensangaben weltweit mehr als 4.000 Kunden mit rund 180.000 Anwendern die Softwarelösungen von hotelkit.

Trotz des Wachstums und der zunehmenden Professionalisierung hat sich das hotelcampALPS seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Gerade in einer Zeit, in der viele Branchenveranstaltungen stark kommerzialisiert wirken, bleibt das Barcamp ein bewusst informeller Gegenpol. Vielleicht ist genau das das Erfolgsgeheimnis dieser Veranstaltung: weniger Bühne, mehr Dialog. Oder wie es viele Teilnehmer formulieren würden: Ein echter Austausch unter Gastgebern. Authentizität lautet auch hier das Zauberwort.

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